Hofgut
Guntershausen zufrieden mit Resultat von Werbeaktion.
von gra
STOCKSTADT –
Von einer erfolgreichen Aktion zur Mitgliedergewinnung berichtet der
Förderverein Hofgut Guntershausen. Bei einer Veranstaltung Anfang August gab es
25 Eintritte, so dass die Zahl der Mitglieder nun bei mehr als 300 liegt. Diese
Marke hatte der Verein angepeilt, um seine Wirkungsmöglichkeiten weiter zu
steigern. Außerdem bekam der Verein Spenden in Höhe von 600 Euro.
Vorsitzender
Volker Blum wies in seiner Begrüßung auf die überregionale kulturelle Bedeutung
des Hofguts im größten hessischen Naturschutzgebiet und Europareservat
Kühkopf-Knoblochsaue hin. Die 72 Gäste waren aufgerufen worden, unter Freunden
und Bekannten für den Förderverein zu werben. Der gemeinnützige Verein sieht
sich als moderne Einrichtung zur Förderung des Naturschutzgedankens, der
Umweltpädagogik und des Denkmalschutzes sowie der Pflege von Kultur und
Geschichte im ländlichen Raum.
Unter den
Teilnehmern waren Landrat Thomas Will, Landrat a.D. Willi Blodt, Stockstadts
Bürgermeister Thomas Raschel sowie zwei ehemalige Merck-Manager: Dr. Michael
Römer, ehemals Vorstandschef, und Klaus Diehl, ehemals Präsident von Merck
Japan, haben dazu beigetragen, dass das Unternehmen Premiumsponsor des
Fördervereins geworden ist.
Der Inder
Osiva und der Riedstädter Antar Pradeep stellen zusammen im Hofgut
Guntershausen aus. Meditation spielt eine große Rolle für ihre Werke.
Von Hans-Josef Becker
STOCKSTADT –
Viele Umarmungen zeugen von Freundschaft und Wertschätzung für den Mann, der
eine natürliche Aura ausstrahlt. Aus Kuilyapalam in Südindien stammt der
Künstler Osiva, der gemeinsam mit dem Riedstädter Antar Pradeep seine Werke im
ehemaligen Verwalterhaus des Hofgutes Guntershausen auf dem Kühkopf zeigt.
„Kunst, die Grenzen überwindet – Meditation and Arts“ wurde am Freitag mit sehr
vielen Besuchern eröffnet.
Osiva, ein
Meister des Lachens und der Zugewandtheit, arbeitet in der Yatra Arts
Foundation, wo neben Malerei auch Tanz, Theater, Musik und Meditation gefördert
werden. Nun ist der Inder einige Monate zu Besuch bei deutschen Freunden, um
seine Bilder zu zeigen und Meditations-Workshops anzubieten. Die Anliegen
verbinden sich etwa auf dem Selbstbildnis: Meditationslehrer Osiva sitzt
versunken in meditativer Haltung. „Dabei verschmilzt der Körper mit dem
Universum.“
In
Deutschland seien die Menschen sehr offen für Meditation: „Sie wollen in die
Tiefe gehen.“ Womöglich wollten sie nach dem äußeren Wohlstand nun auch innere
Erfahrungen sammeln. Die Malerei sei ein Instrument, „das leise Töne für die
innere Ruhe spielt“. Auf den Bildern ist, durchaus farbenprächtig, oft das Meer
zu sehen. Nach Osiva findet man in der Verbundenheit mit der Natur zu sich
selbst. Das mögen die gegenständlichen Bilder auf selbstgeschöpftem Papier
ebenso ausdrücken wie die Farbkompositionen. Wer auf dem Weg zum Hofgut und
zurück den Duft gemähten Grüns einsog, überkam womöglich eine Ahnung von dem
Versprechen, das Osiva gibt.
Den Weg in
die Tiefe wollen auch die Werke des zweiten Künstlers zeigen. Auch Antar
Pradeep ist der Meditation verbunden, leitet ein Meditationszentrum in Erfelden,
verfasst Bücher wie „Heiler Deines Selbst“ oder „Die Bibel Salomons“. Er nennt
den französischen Maler, Bildhauer und Performancekünstler Yves Klein als
Vorbild. Das mag in „Himmelblau 2“ durchscheinen. Pradeep, der auch als
Reinkarnationstherapeut arbeitet, begnügt sich nicht damit, die Leinwand blau
anzumalen. Wer sich auf das Symbol für Meer und Weite einlässt, erkennt die
Nuancen in der Gestaltung, das Changierende. Schon als Kind sei er fasziniert
gewesen von dieser Art der Malerei, habe dann selbst begonnen, zu
experimentieren.
Schwingungsphänomene spielen
auch bei „Licht 2“ eine große Rolle. Je nach Lichteinfall entsteht ein anderer
Farbton. „Ich liebe es“, schwärmt der Künstler selbst. „Frühling 1 und 2“ sowie
„Lebensfreude 1 und 2“ heißen mehrfarbige Bilder, die nach einem Mediationstag
entstanden sind. Sie nehmen das Erlebte auf, dokumentieren es auf ganz andere
Weise, können so auf Körper, Seele und Geist des Betrachters wirken. „Farben
können beleben, anregen, heilen, klären, versorgen, inspirieren und erfüllen.“
Das passt zu seiner Profession: Pradeep bietet Unterstützung für Menschen in
Lebenskrisen, bei Krankheit und Tod. In ihrer gemeinsamen Ausstellung vereinen
beide Künstler Gegenständliches und Abstraktes, Inneres und Äußeres sowie westliche
und östliche Sicht auf die bunte und liebenswerte Welt des Seins. Die sehr
unterschiedlichen Werke überwänden Grenzen, sagte Claudia Blum vom Förderverein
Hofgut Guntershausen bei der Vernissage. Sie böten Gelegenheit, die Ruhe hinter
der Ruhe, die Freude hinter der Freude und den Frieden hinter dem Frieden zu
entdecken
KREIS GROSS-GERAU – Beim jährlichen Sommerfest des
Pflegekinderdiensts des Kreises Groß-Gerau gingen die Pflegekinder auf die Jagd
nach dem fiesen, gesetzlosen Wild Billy Bull, der eine Gruppe von Banditen
anführt und eine Menge Bank- und Raubüberfälle im gesamten Wilden Westen
verübt. Sheriff Sam Star von Präriestadt bat um Mithilfe bei der Jagd und
setzte eine Belohnung aus für diejenigen, die Wild Billy Bull fangen
würden.
Mit vereinten Kräften gelang es den kleinen Cowboys und
Indianern, rund um das Hofgut Gunterhausen in Stockstadt bei strahlendem
Sonnenschein kniffelige Rätsel zu lösen und Wild Billy Bull hinter Gitter zu
bringen. Als Belohnung erhielten die Kinder eine Urkunde für die Festnahme und
die von Sheriff Sam Star versprochene Belohnung.
Die Kinder konnten sich beim Sommerfest außerdem in
Bogenschießen und Hufeisenwerfen ausprobieren, Indiacas oder
Indianerkopfschmuck basteln. Bei diesen Aktionen freuten sich die
Mitarbeiterinnen des Pflegekinderdiensts über die tatkräftige Unterstützung der
Auszubildenden der Kreisverwaltung Eva und Vanessa, die sich aktuell im letzten
Ausbildungsjahr im Landratsamt Groß-Gerau befinden.
Während die Kinder den Wilden Westen erkundeten, konnten es
sich die Pflegeeltern bei Kaffee, Kuchen und kühlen Getränken gut gehen lassen.
Raum für den Austausch mit anderen Pflegeeltern und den Fachkräften des
Pflegekinderdienstes war gegeben.
Ute Rödner, Leiterin des Fachdiensts Pflegekinderdienst,
hatte die Familien begrüßt und kurz über die aktuellen personellen
Entwicklungen innerhalb des Fachdiensts informiert. Ganz besonders bedankte sie
sich für das große Engagement der Pflegefamilien zum Wohle der Kinder und für
die gute Kooperation mit dem Jugendamt. In ihrer Begrüßung betonte sie nochmals
ausdrücklich die Bedeutung von Pflegefamilien, die eine wesentliche Säule im
Hilfesystem des Jugendamts darstellen. „Die Pflegefamilien übernehmen eine
wichtige gesellschaftliche Vorbildfunktion – und es wäre schön, wenn sie als
Motivatoren für andere Familien dienen könnten. Denn Pflegeeltern werden nach
wie vor dringend gesucht“, sagte Ute Rödner.
Der Pflegekinderdienst freut sich über neue Pflegeeltern,
die sich die Aufnahme eines Kindes vorstellen können. Interessierte Familien
werden auf diese verantwortungsvolle Aufgabe intensiv vorbereitet. Bei der
Belegung achtet der Pflegekinderdienst auf eine passende Vermittlung und
begleitet im Anschluss die Familien über regelmäßige Kontakte und eine
entsprechende Hilfeplanung. Fortbildungsveranstaltungen und Supervisionen können
darüber hinaus in Anspruch genommen werden.
Zurzeit werden im Kreis Groß-Gerau rund 120 Pflegekinder
außerhalb ihrer Herkunftsfamilie betreut.
Interessierte Familien, die einem Pflegekind ein Zuhause geben wollen, können sich vorab im Internet auf www.kreisgg.de (Fachbereich Jugend und Familie/Fachdienst Besondere Soziale Dienste) über die Aufgaben von Pflegeeltern informieren. Per Mail an pflegekinderdienst@kreisgg.de kann auch ein persönlicher Termin für ein Informationsgespräch vereinbart werden.
Die
Evangelische Kirchengemeinde und das Museum Stockstadt am Rhein laden am Donnerstag
den 22. August 2019 um 19 Uhr recht herzlich zu einer Vortragsveranstaltung zur
Stockstädter Ortsgeschichte in das Evangelische Gemeindehaus, Marktstraße 13,
Stockstadt am Rhein ein. Der Familienforscher und Autor des „Familienbuches
Stockstadt am Rhein 1643 – 1900“, Jörg Hartung, wird an diesem Abend über den
Ursprung der alten, für Stockstadt typischen, Familiennamen referieren. Im
Vortrag wird beispielsweise darauf eingegangen, wann der jeweilige Familienname
erstmals in Stockstadt vorkam, von wo der erste Namensträger einwanderte und
welchem Beruf er nachging.
Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei, Spenden zur Sanierung des Evangelischen Gemeindehauses werden erbeten.
Der Förderverein Hofgut Guntershausen e. V. zeigt im
ehemaligen Verwalterhaus des Hofgutes Guntershausen/Kühkopf, 64589 Stockstadt
am Rhein, in der Zeit vom 23.08. bis zum 27.10.2019 eine neue Kunstausstellung.
Mit dem Titel: „ Kunst, die Grenzen überwindet – Meditation and Arts“ stellen Antar Pradeep und der Maler Osiva Bilder in Öl und Acryl auf Leinwand aus. Die Vernissage findet am Freitag, 23. August 2019 um 19:00 Uhrstatt, alle Interessierten sind recht herzlich eingeladen.
Antar Pradeep, der aus Riedstadt stammt, malt
vorwiegend abstrakt und leitet seit 19 Jahren ein Meditationszentrum in
Erfelden. Die aus seiner Meditations- und
Rückführungsarbeit geschöpften Erfahrungen lässt er in seine Bilder
einfließen.Dabei berücksichtigt er,
dass sowohl Farbe als auch Töne Schwingungsphänomene sind. Genauso wie Musik
und Töne den Menschen zur Ruhe bringen können, wirken auch Farben auf Körper,
Seele und Geist des Menschen ein. Sie können beleben, anregen, heilen, klären,
versorgen, inspirieren und erfüllen. Und so strahlen seine Bilder, die
bevorzugt in Blau, Gelb und Gold gehalten sind, tiefe Ruhe, tiefen Frieden und
große Freude aus.
Der aus
Südindien stammende Künstler Osiva lebt mit seiner Familie in Kuilyapalam bei
Pondicherry im Bundesstaat Tamil Nadu/Indien. Dort hat sein Bruder im Jahre
2000 die Yatra Arts Foundation gegründet. Beide arbeiten hier mit Freunden
zusammen. Neben Malerei werden im Yatra auch Tanz, Theater, Musik und
Meditation gefördert. Zusätzlich zu Malkursen bieten sie dort regelmäßig
Feuertanz, Dancing- Circle und Meditationsworkshops an. Seine Bilder hat Osiva
bereits in mehr als 40 Kunstausstellungen in Indien und in Europa gezeigt,
unter anderem in Paris, Amsterdam, Stockholm, Bochum und Herdecke. Er malt
gegenständlich in Öl auf Leinwand und in Öl auf selbstgeschöpftem Papier. Seine
Bilder sind voller Freude und die Pinselstriche auf seinen Leinwänden werden zu
einem glanzvollen Fest der Schönheit.
In ihrer
gemeinsamen Ausstellung im Hofgut Guntershausen vereinen beide Künstler
Gegenständliches und Abstraktes, Inneres und Äußeres sowie westliche und
östliche Sicht auf die bunte und liebenswerte Welt des Seins. Ein Fest des
Friedens und der Freude.
Die Ausstellung ist jeweils samstags,
sonntags und feiertags von 13 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt zu besichtigen,
wobei Spenden zu Gunsten des Fördervereins erbeten sind.
Das große Weinfest an der Rheinterrasse –
Fähraktionstag am 18. August
Eines der ältesten
und größten Weinfeste zwischen Mainz und Worms öffnet wieder seine Keller und
Stände. In der Zeit vom 16. bis 18. und
23. und 24. August findet das überregional bekannte Guntersblumer
Kellerweg-Fest zum 56. Mal statt. In der natürlichen Umgebung des Kellerweges,
einer Straße unterhalb der Guntersblumer Weinberge, stehen den Besuchern auf
einer Länge von rd. 1 km über 30 Keller, Kelterhäuser und Stände zur Auswahl
bereit. Es werden dabei rd. 400 Weine, Sekte und Seccos sowie eine vielfältige
Auswahl an Speisen angeboten; dazu (Live-)Musik in vielen Kellern.
Das Kellerweg-Fest
beginnt am Freitag, 16. August um 18
Uhr. Die Rheinhessische Weinmajestät Stephanie Eckert wird das Weinfest
offiziell eröffnen. Gegen 22.15 Uhr folgt das große Höhenfeuerwerk.
Am Samstag, 17. August öffnen die Keller
um 17 Uhr; ab 18 Uhr spielt der Musikverein St. Julianen ein Platzkonzert auf
der Bühne am Julianenbrunnen.
Am Sonntag, 18. August sind ab 11 Uhr die
Keller zum Frühschoppen (mit Live-Musik im Keller 1 und am Julianenbrunnen)
geöffnet. Um 19 Uhr beginnt die Rock-Pop-Classic-Night mit der beliebten Band
„Blue Jeans“ am Julianenbrunnen.
Die Fähr´ fährt heißt es auch an diesem Sonntag. Im Rahmen es weiteren Aktionstages fährt die Kühkopf-Fähre von 11.00 bis – extra lang – 20.00 Uhr zwischen den Anlegern Kühkopf und Guntersblum. Die Fährgäste sollten sich vor Fahrtantritt in der Website des Fähr-Fördervereins darüber informieren, ob der Fährtag evtl. wegen Niedrigwasser abgesagt werden muss: www.kuehkopf-faehre.de.
Die Kellerweg-Fest-Nachlese beginnt am Freitag, 23. August um 18 Uhr. Die
bekannte Musikgruppe „Band Jacob“ zieht als Walking-act durch den Kellerweg.
Am Samstag, 24. August haben alle Besucher
ab 17 Uhr noch einmal die Möglichkeit bis weit nach Mitternacht in die
besondere Weinfest-Atmosphäre des Kellerweges einzutauchen.
Was gibt es noch rund um das Kellerweg-Fest? Am Samstag,
17. und am Samstag, 24. August
finden die beliebten Weck-Worscht-Woi-Weinbergsrundfahrten statt.
Weinbergs-Wägelchen bringen die Teilnehmer in der Zeit von 13:00 bis 16:30 Uhr
hoch in die Guntersblumer Weinberge. Startpunkt: Marktplatz vor der Evang.
Kirche; Rundfahrtende um 18.30 Uhr.
An allen Festtagen werden
Keller(weg)führungen stattfinden. Die Teilnehmer besichtigen im Kellerweg
verschiedene, ansonsten nicht frei zugängliche Gewölbe- und Weinkeller und üben
sich im Fassprobe ziehen. Anmeldung erforderlich mit Terminvergabe; Treffpunkt
Julianenbrunnen.
Wer mehr über
Guntersblum und seine Geschichte erfahren will hat dazu an den beiden Samstagen und am Sonntag Gelegenheit. Die Teilnehmer erfahren
bei einem Spaziergang neben den geschichtlichen Begebenheiten spannende und
unterhaltsame Geschichten über den mehr als 1100jährigen Ort. Treffpunkt
Rathausplatz / Altes Leininger Schloss, Beginn jeweils um 16:00 Uhr.
Wer mehr über Wildkräuter und deren Nützlichkeit wissen will kann an den beidenSamstagen an einer Kräutertour durch die Weinberge und Hohlwege teilnehmen. Treffpunkt ist am Friedhof; Beginn um 14:30 Uhr. Der Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbund bietet im Rahmen eines Sonder-Zugfahrplanes Fahrten bis weit nach Mitternacht zwischen Mainz und Worms ab dem Bahnhof Guntersblum (15 Minuten Fußweg) an. Weitere Informationen unter: www.kellerweg-fest-guntersblum.de
STOCKSTADT –
Immer wieder neue gemeinsame Themen setzt sich die Künstlergruppe Impuls-Art
aus Darmstadt und Umgebung für ihre Arbeiten, die dann individuell entstehen.
Im Hofgut Guntershausen waren die Ergebnisse schon mehrmals zu sehen, zuletzt
im Sommer 2017 unter dem Titel „Auf links gedreht“. Seit Freitagabend läuft die
neue Ausstellung, die mit dem Motto „Rot, Rot, Rot“ überschrieben ist. Sie ist
bis 18. August zu sehen. Umgesetzt wurde das von den Künstlerinnen und Künstlern
auf ganz verschiedene Weise.
Aus manchen
Werken springt die themengebende Farbe dominierend hervor, in anderen ist sie
eher versteckt. So bei Mara Danné, in deren Fotografien auf Acrylglas rote
Elemente zwar kleinen Raum einnehmen, aber dennoch prägen: die nackten roten
Zweige vor winterlichem Weiß; die rote Markierung einer Gasleitung durch die
grüne Landschaft. „Fundrot“ ist diese Serie denn auch betitelt.
Fotografien
stellt auch Volker Hilarius aus, nutzt dabei aber verschiedene Stilrichtungen.
Zwei großformatige „Tanzporträts“ zeigen ein Modell in Balettposen, dessen
roter Rock eine Verbindung zum Thema schafft. Eine Serie kleinerer „Farbspuren“
hat dagegen rote Elemente durch enge Fokussierung aus ihrem Kontext gelöst: oft
geometrisch, manchmal verwischt, an der Grenze zum Abstrakten. Gleich 60
ähnliche, noch kleinere Bilder hat der Künstler unter dem Titel „Streaming“ zu
einem Strom von Quasi-Polaroidfotos aufgebaut.
Auf
geschäumte Platten hat Anne-Kathrin Matz ihre Fotografien aufgezogen. Als Stadtansichten
zeigen sie vor allem Abend- und Nachtbilder, auf denen oft verwischte Lichter
dominieren und die roten Akzente setzen. Eine Landschaft unter Spargelfolie vor
dem Sonnenuntergang hebt sich von den urbanen Motiven ab.
Als
„Ingeniöses Rot“ bezeichnet die Künstlerin Feh Reichl ihre Serie von
Fotografien. Die Motive reichen von einer Makroaufnahme über den Himmel bis zu
Menschen-Installation. Rote Elemente in den Bildern muss man teils suchen,
teils wurden sie durch Nachbearbeitung zusätzlich betont.
Ute C. Rühl
hatte ihre Arbeiten in Acryl und Tusche vor allem abstrakt angelegt: Rote und
weiße Farbfelder begegnen und überlagern sich, dazu kommen Akzente in Schwarz
oder Grau, manchmal mit angedeuteter Gegenständlichkeit. Bei Iris Welker-Sturm
sind dagegen konkrete Motive zu erkennen, wenngleich stark stilisiert. So
besteht „Le coq“ fast nur aus dem Rot eines Hahnenkopfes und -kamms. „No!“
zeigt eine abgewandte Figur, „Tango“ skizziert ein Paar in tänzerisch bewegten
Strichen. In „femme“ bewegt sich die dargestellte Person in Richtung
Ethno-Kunst, „Who bin i?“ besteht aus grafisch gestaltetem Text.
Wieder andere Techniken prägen die Werke
von MJC Wichmann. Drei Drucke in einem sauberen Illustrationsstil zeigen
rothaarige Frauen Ton in Ton vor rosa- und orangefarbenen Schattierungen. Ein
weiterer Druck wurde um aufgeklebte rote Elemente bereichert. Auf einigen
Gemälden sieht man weitere Frauen mit rotem Haar und großen Augen, in denen man
Manga-Einflüsse erkennen kann.
Für eine
Einführung reihten die Mitglieder von Impuls-Art zahlreiche Assoziationen auf,
die sich zur Farbe Rot ergeben. Iris Welker-Sturm sprach über einige der
Aspekte: Rot in der Natur als Warn- oder Signalfarbe, die Aufmerksamkeit
erzeugt, Rot als Symbol für Verlockung und Verführung. Vanessa Novak sang dazu
mit Gitarre und souliger Stimme einige ihrer Lieder, wofür sie viel Beifall bekam.
Der
Förderverein Hofgut Guntershausen e. V. zeigt im ehemaligen Verwalterhaus des
Hofgutes Guntershausen/Kühkopf, 64589 Stockstadt am Rhein, in der Zeit vom 31.
Mai – 18. August 2019 eine neue Kunstausstellung. Die Künstlergruppe
Impuls-Art hat sich intensiv mit der Primärfarbe ROT auseinandergesetzt und präsentiert
ihre Ergebnisse.
Die Farbe Rot erregt Aufmerksamkeit, ganz Unterschiedliches wird aber
mit ihr verbunden: das Rot in der Natur, das für Dynamik, Leben und Fülle
steht, blutrot unter die Haut geht, magischer Zauber der Schamaninnen oder
poetischer von Stadtrandlichtern, Rot als Signal- und Warnfarbe; oder Rot, das
verführt und verlockt oder auch Geheimnisse erahnen lässt.
Lassen Sie sich ein auf dynamische Bewegung der Farbe ROT und lassen Sie
sich überraschen und anregen von den unterschiedlichen Perspektiven, die die
Künstlerinnen und Künstler gewählt haben.
Zur Künstlergruppe, die Malerei, Grafik, Fotografie,
Design und Wortkunst zeigt, gehören Anne-Kathrin Matz, Feh
Reichl, Iris Welker-Sturm, Mara Danné, MJC Wichmann, Ute C. Rühl und Volker
Hilarius.
Die Vernissage findet am Freitag, 31. Mai
2019 um 19.00 statt, alle Interessierten sind recht herzlich
eingeladen. Zur Einführung spricht Iris Welker-Sturm; die Künstlergruppe ist
anwesend.
Die Ausstellung ist dann jeweils
samstags,
sonntags und feiertags von 13 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt zu besichtigen,
wobei Spenden zu Gunsten des Fördervereins erbeten sind.
Die Stockstädterin Monika Seib zeigt ihre Makrofotografien im Hofgut Guntershausen. Sie ist mit ihrer digitalen Spiegelreflexkamera unterwegs.
STOCKSTADT –
Schönheit liegt im Auge des Betrachters, manchmal aber auch in seiner Kamera.
Gerade die Natur bietet Schönes, das dem Auge des unaufmerksamen Spaziergängers
leicht entgeht. Solche Besonderheiten sichtbar zu machen gelingt Monika Seib in
ihren Fotografien, die seit Freitagabend im Hofgut Guntershausen auf dem
Kühkopf zu sehen sind. „Künstlerin Natur“ ist die Ausstellung im Verwalterhaus
des Hofguts betitelt.
Ihre Motive
findet die Stockstädterin im Ort selbst und oft auf dem Kühkopf, dessen Tier-
und Pflanzenwelt ohnehin anziehend ist. In Seibs Fotos werden aber auch
Kostbarkeiten des Naturschutzgebiets sichtbar gemacht, die dem Auge sonst durch
ihre geringe Größe kaum zugänglich sind: Makroaufnahmen zeigen vor allem
Insekten und Blüten mit Feinheiten von großem ästhetischem Reiz.
Da sind
Ameisen beim Melken ihrer Blattläuse zu sehen, eine Wespe beim Besuch einer
Blüte, noch wartende und schon geöffnete Blütenkelche, auch Käfer beim
Liebesspiel. Auch ganz andere Motive aber zeigen in der Vergrößerung ihre
Schönheit. Reifnadeln und Tautropfen etwa spielen mit dem Licht, eine Pflanze
verwächst mit ihrem Spiegelbild in der Pfütze.
Weil bei der
Makrofotografie immer nur ein geringer Tiefenbereich scharf zu sehen ist,
besteht ein Teil der Kunst darin, diese Ebene der Schärfe auf die richtigen
Teile des Motivs zu legen, um ein interessantes Bild zu erzielen. Daneben
gelingen Seib oft auch schöne Farbstimmungen: die violette Blütenglocke vor
grünem Hintergrund, das „Doldengold“ im Abendlicht, auch die vorwitzig aus
einem Erdspalt schauende grüne Eidechse.
Wechselnde
Ausstellungen im Seminarraum des Verwalterhauses gehören – neben den „großen“
Kunstausstellungen im Obergeschoss – zum Konzept des Hofguts als Kulturstätte,
sagte Jörg Hartung für den Förderverein. Er begrüßte am Freitag die zahlreichen
Gäste der Eröffnung und gratulierte der Fotografin, die zufällig an diesem Tag
auch ihren Geburtstag feierte.
Wilfried
Pfeiffer, früher Leiter des Stockstädter Bauamtes, sprach über den Werdegang
von Monika Seib, mit der er 15 Jahre lang eng zusammengearbeitet hat. „Das
Fotografieren liegt ihr im Blut“, sagte er. Schon als Teenager habe sie sich
ihre erste Kamera zugelegt, um seitdem ihr Leben bildlich festzuhalten und beim
Betrachten der Fotos zu reflektieren. 2007 sei sie auf digitale Fotografie
umgestiegen und habe ihre Leidenschaft für die Makrofotografie entdeckt: „So
kann sie Unscheinbares groß herausbringen.“
Heute sei sie
mit einer digitalen Spiegelreflexkamera unterwegs und versuche aus Respekt vor
der Natur, Tiere und Pflanzen möglichst wenig zu stören. Nicht jede Aufnahme
könne gleich gelingen, doch sei mit den Jahren viel Sehenswertes
zusammengekommen. „Die Natur ist die erhabenste Künstlerin“, schloss er und lud
auch zum Erwerb von Monika Seibs Fotografien ein.
„Künstlerin Natur“, so lautet der Titel der Fotoausstellung mit Werken von Monika Seib im ehemaligen Verwalterhaus des Hofguts Guntershausen auf dem Kühkopf. Foto: Vollformat/Robert Heiler
Im Museum der Gemeinde Stockstadt am Rhein, dem ehemaligen Verwalterhaus des Hofgutes Guntershausen/Kühkopf, 64589 Stockstadt, wird ab Freitag 10. Mai 2019 eine Fotoausstellung mit dem Titel „Künstlerin Natur“ gezeigt. Die ausgestellten Fotografien der Stockstädterin Monika Seib zeigen die Natur rund um Stockstadt am Rhein und den Kühkopf. Einige Makroaufnahmen verdeutlichen Details, die bei normaler Betrachtung verborgen bleiben. Durch einen anderen Blickwinkel wird die Einzigartigkeit der gewöhnlichen Natur sichtbar.
Zur Ausstellungseröffnung am Freitag
10. Mai 2019 um 18 Uhr sind alle interessierten Bürger recht herzlich
eingeladen. Die Ausstellung wird dann jeweils samstags, sonntags und feiertags von
13 bis 17 Uhr im Seminarraum des ehem. Verwalterhauses zu besichtigen sein. Der
Eintritt ist frei, um Spenden zu Gunsten des Fördervereins Hofgut Guntershausen
e. V. wird gebeten.